Sechs Fragen an Cyrill Wiget

Sechs Fragen an Cyrill Wiget zu seiner Kandidatur als Gemeindepräsident.

Cyrill, du kandidierst als Gemeindepräsident. Warum?

Ich bin seit 11 Jahren im Gemeinderat. Diese Arbeit mache ich sehr gerne. Kriens ist eine spannende, schöne Gemeinde und es stehen grosse Heraus­forderungen an: Die Zentrumsplanung um­setzen, die Finanzen in den Griff bekom­men, die Entwick­lung im Mattenhof politisch begleiten, das Stadion erneu­ern, Schulhäuser sa­nieren, Verkehr optimieren. Ich habe Lust darauf und denke, dass ich die politische Erfahrung dazu habe. Kriens liegt mir am Herzen.

Nach der Wahl von Paul Winiker zum Regierungsrat bist du ja ab Juli sowieso «Gemeindepräsident ad interim».

Ja, weil Paul Winiker ab dem 1. Juli nicht mehr für die Gemeinde arbeiten kann, musste der Gemeinderat die Aufgaben neu ordnen. Bis der neue Gemeinderat – be­ziehungsweise der neue Gemeindepräsident – gewählt ist, liegt es am Vizepräsidenten, das  Präsidialamt zu übernehmen.

Das ist jedoch nur ein halbes Jahr. Du würdest aber weitermachen?

Wenn die Krienser das wollen, gerne! Das gäbe Kon­stanz in die Gemeindeleitung. Andernfalls hätte die Gemeinde in diesem Jahr drei verschiedene Gemeinde­präsidenten und das Personal in der Verwaltung hätte nach sechs Monaten bereits schon wieder einen anderen Chef. Bei den aktuellen Herausforderungen ist Konstanz für Kriens von Vorteil. Diese könnte ich bieten und bin mit meiner politischen Erfahrung schnell einsatzfähig.

Nun gibt es aber noch andere Interessenten?

Ja, das ist doch gut so! Wahlen brauchen Auswahl. Wie gesagt: Ich habe grosse Lust auf die Arbeit als Gemein­depräsident, aber nur, wenn ich den Rückhalt in der Bevölkerung dazu habe.

Und wenn du nicht zum Präsidenten gewählt würdest?
Ich kann Kriens auch anders einen Nutzen bringen: Ich respektiere, dass das Bauamt seit jeher von der FDP besetzt wird.  Wenn es aber von der FDP freigegeben wird, könnte ich mir sehr gut vorstellen hier zu wirken. Ich könnte mir ein Bau- und Umweltdepartement vor­stellen, das wäre eine sinnvolle Kombination. Es gibt hier viele Synergien, die genutzt werden sollten.

Die FDP hat dich als «nicht wählbar» bezeichnet, weil du Gewerbe-feindlich seist. Ärgert dich das?
In meiner jahrelangen politischen Arbeit habe ich gelernt, andere Meinungen und Überzeugungen als Chance zu sehen um gemeinsam gute Lösungen zu finden. Ganz sicher aber ist: Gewerbe-feindlich kann ich als Unternehmer gar nicht sein: 1988 habe ich das Velociped gegründet, unterdessen sind wir über 25 Mitarbeiter mit drei Lernenden und vier geschütz­ten Arbeitsplätzen. Das geht wohl kaum ohne wirt­schaftliche Kompetenzen.

Die Fragen stellte Erich Tschümperlin, Präsident der Krienser Grünen

geschrieben von komitee | Allgemein | 20.06.2015 15:53

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